Kindheitsträume

  • Hallo Forum,

    schön wieder hier zu sein. Da es ein wenig an Neuheiten fehlt , möchte ich meine Kindheitsträume vorstellen. Von manchen Modellen habe ich geträumt, aber nie bekommen. Viele Modelle kannte ich in meiner Kindheit gar nicht ( die Vorbilder schon ) habe erst im Laufe meiner Sammlerleidenschaft davon erfahren.

    Das erste Model kommt aus dem Hause Cursor und bildet den Güldner Sprinter ab. Warum gerade dieser Trecker ? Auf dem hat meine Leidenschaft begonnen, darauf hab ich als 6-jähriger gesessen. Als Beifahrer-und als Fahrer !

    Das Vorbild wurde 975 mal in den Jahren 1956-1959 gebaut. Der luftgekühlte 1-Zylinder holte aus 636 cm3 bei 2500 U/min 11 PS. Er wog bei einer Länge von ca. 2700mm ungefähr 800kg. Das ZF A4 Getriebe war im baugleichen Fahr D66 und im Nachfolger D88, A2k, Spessart und G15 sowie vielen anderen Kleinschleppern aus Deutschland ( Deutz D15)verbaut.

    Doch nun zum Kindheitstraum in 1:20 aus Plastik.

    Das Model besteht aus vielen Einzelteilen, die steckbar sind. Die Legende besagt, das Käufer bei jedem Neukauf ( ab 5000 DM) ein Model für den Nachwuchs als Give-Away erhielten. Stimmte nicht immer, meinen habe ich erst 50 Jahre später bekommen……..

  • Hallo Hardy,

    der Trecker hat die Maße 13cm x 7,5cm x 6,5 cm. Er ist 20 mal verkleinert. Der Hersteller Cursor aus Nürnberg hat in den 50- und 60 er Jahren Spielzeugtraktoren in Kunststoff für deutsche und französische Fabrikate (Renault) gefertigt, die teilweise nur über die Traktorenfirmen verteilt wurden. Sie wurden in einer Pappbox geliefert, die einer Garage ähnelten. Später wurden andere Modelle aus Zinkdruckguss gefertigt

    PS. Nicht auf dem AX, sondern auf dem zweizylindrigen fast baugleichem Ak (Spessart) habe ich mir den Trecker-Virus eingefangen.

  • Hallo Forum,

    1962 brachte Güldner ( Linde AG Werksgruppe Güldner Aschaffenburg) zwei neue Traktoren mit der neu entwickelten Motorenreihe L 79 heraus. Es waren der Toledo mit 3 Zyl 36 PS und der Gotland mit dem 4 Zyl 48 PS Motor. Um diese Modelle zu bewerben wurde wiederum Cursor in Nürnberg beauftragt ein Modell in 1:20 zu entwickeln. Da die Typbezeichnung auf dem Modell fehlte, sollte dieses Spielzeug alle Typvarianten die in den nachfolgenden Jahren folgten, bewerben. 1963 benannte Güldner die Traktoren in G40 und G50 um und es wurden weitere Traktoren mit 2 ( G25) - 6 ( G75) Zylindern vorgestellt. Der G 40 kostete 1965 in Hinterradausführung 15 000 DM , und als Allrad 20 500 DM.

  • Hallo Forum,

    schon 1958 stellte MAN die Nachfolger, der erst ein Jahr zuvor eingeführten Tragschlepper 2 K 1 und 2 L 1 vor. Die Typbezeichnung wechselte beim 18 PS Traktor auf 2 K 2 und beim 25 PS Trecker auf 2 L 2. Die Güldner Motoren sowie die ZF Getriebe blieben gleich. Auch die nur bei den Tragschleppern verwendete, nach hinten gebogene Vorderachse, wurde beibehalten. Sie sorgte durch den kürzeren Radstand für ein etwas geringeren Wendekreis. Kotflügel und Motorhaube wurden dem 2 F 1 Schlepper angeglichen. Schon 1960 wurden nach 650 ( 2 K 2) und 825 ( 2 L 2 ) Einheiten die Baureihen eingestellt. Der Preis für den 18 PS Traktor betrug 1960 7650 DM.


  • Hallo Forum,

    da der Wettbewerb der Traktorenhersteller ab Mitte der 50 er Jahre stark zugenommen hatte, sah auch MAN sich gezwungen bei der Neueinführung der 2K2 und 2L2 Reihen einen Spielzeugtrecker anzubieten. Es war also naheliegend sich an Cursor zu wenden um einen MAN Spielzeug- Schlepper produzieren zu lassen. Da die 2K2 und 2L2 Traktoren äußerlich sich nicht unterschieden, war nur ein Modell nötig. Im Gegensatz zum Güldner Sprinter verzichtete man hier auf eine Typbezeichnung.


  • Hallo Forum,

    ich muss mich berichtigen. An dem Cursor Modell des MAN wurde keine Typbezeichnung angebracht, da MAN generell ihre Schlepper ohne Typbezeichnung auslieferte. Der Typ war nur mit Blick auf das Typenschild zu erkennen.

    Ab ca. 1960 erschien die PS-Zahl unterhalb der Frontscheinwerfer. 18 PS, 25 PS, 28 PS und 35 PS war auf einigen Schleppern in weißer Farbe aufgebracht.

    Ich hielt dieses MAN Modell immer für einen F1L und sah den Grund für die gebogene Vorderachse in einer Alters/ nutzungs- Erscheinung.

    Cursor übernahm beim MAN die Reifen, Felgen, Lenkrad, Sitz und Lampen vom Güldner Sprinter Modell.


    Vielen Dank für die positive Resonanz zu den alten Schätzen. Es gibt noch was zu zeigen.

  • Hallo Forum,

    heute geht es um den Porsche_Diesel Standard. Wie immer erst die Vorstellung des Vorbildes. Zum 1. Januar 1956 übernahm Mannesmann für 28 Mill. DM die Allgaier Traktorenproduktion.

    In den nächsten 6 Jahren wurden die von Allgaier mit Unterstützung ( Konstruktion) der Porsche AG entwickelten Traktoren, zuerst unverändert, dann nur mit wenigen Änderungen versehen , weiter gebaut und vertrieben. Die Porsche AG war an dem Unternehmen nicht beteiligt, kassierte nur Lizenzgebühren für Namensrechte und Konstruktionspläne.

    Mitte 1957 brachte Porsche_Diesel "neue" Traktoren heraus. Bei den nun Junior, Standard, Super und Master genannten Trecker handelte es sich um alte Allgaier Schlepper im Porsche Look. Unter dem Namen Standard verbargen sich drei Traktoren mit 3 Leistungsklassen und zwei unterschiedliche Motoren. 20PS + 22PS entwickelten die 2-Zylindermotoren aus 1531 cm3 und 25 PS PS leistete der 2-Zylinder Motor aus 1644 cm3.


    Beim 20 + 22PS Standard handelte es sich um die alten AP 18 und AP22 Modelle-nun Baumuster 218 ( ?).

    Beim 25 PS Standard handelte es sich um den alten Allgaier 122- nun Baumuster 208 ( ? )


    Hier nun einige Vorbildfotos: Bild 1 Allgaier A122---------------------Bild 2 Porsche Standard Baumuster 208

    Hier nun einige Vorbildfotos: Bild 3-5 Allgaier AP 16, AP18-----------Bild 6-7 Porsche Standard Baumuster 218





  • Hallo Forum,

    hier eine Ergänzung zum Porsche_Diesel Standard. Verbaut war in allen drei Typen das Porsche 5-Gang Getriebe. Gebaut wurden sie von 1957-1960. Der 22 PS Schlepper trug zeitweise den Zusatz AP 22 rechts und links vorne an der Motorhaube. Sein Preis betrug 6325 DM. Der 25 PS Schlepper mit Ölhydraulischer Kupplung kostete 8160 DM.

    Insgesamt wurden 11500 Standard Trecker gebaut.

    Um einen günstigeren Preis zu realisieren trugen die in der Ausstattung vereinfachten Ausführungen( ohne Hydraulische Kupplung) den Zusatz V ( Bild 7) Die verchromten Zierleisten und Schriftzüge entfielen.

    Auch eine Schmalspurversion, nicht nur für die Obstbauern am Bodensee, wurde produziert.


    Die Recherche zu diesem Beitrag gestaltete sich sehr schwierig. Bei der Ermittlung der Baumuster bin ich auf sich widersprechende Angaben gestoßen.

    Für mich sind Schlepper die das Typenschild auf dem Getriebe tragen, Standard 218 ( Bild 6+7). Traktoren mit dem Typenschild auf dem Tank ( Bild 2 )halte ich für den Typ N 208.


    Wer kann helfen, wer hat einen Porsche_Diesel Standard ?

  • Hallo Forum,

    nach neuesten Informationen verhält es sich mit den Baureihen der Porsche_Diesel Standard wie folgt. Im Laufe des Jahres 1957 und bis ins Jahr 1958 hinein gab es drei Standard Traktoren:

    20 PS aus 2 Zyl. mit 1531 ccm Typenschild unten mit Bezeichnung: AP22 Motorhaubenbeschriftung: Porsche_Diesel Standard mit Zusatz AP (???)

    22 PS aus 2 Zyl. mit 1531 ccm Typenschild unten mit Bezeichnung: AP22 Motorhaubenbeschriftung: Porsche_Diesel Standard mit Zusatz AP (gesichert)

    25 PS aus 2 Zyl. mit 1644 ccm Typenschild oben mit Bezeichnung 208 Motorhaubenbeschriftung: Porsche_Diesel Standart ( gesichert)


    Irgendwann ab 1958 wurde der Typ 208 gestrichen. Der Motor des AP 22 erhielt eine Hubraumvergrößerung von 1531 ccm auf 1644 ccm. Das Typenschild war weiterhin unten in der Nähe des Getriebes angebracht. Fortan wurde dieser Motor und die damit gebauten Traktoren unter dem Baumuster 218 mit 20, 22 und 25 PS geführt. Ab dieser Zeit bis 1960 gab es drei Porsche_Diesel Standard Schlepper mit dem Baumuster 218. Der Zusatz AP auf der Motorhaube fehlte.


    Sorry für diese Berichtigungen, aber ich will nichts Falsches verbreiten. Ich weiß, ihr wollt Bilder vom Modell sehen.

  • Hallo Forum,

    nach der umfangreichen Recherche zum Porsche_Diesel Standard kommen wir nun zum Model. Es bildet den Standard Typ 218 ab. Er kam 1958 auf den Markt. Das Modell wurde wiederum von Cursor ( Dr. Renner Werbemittel) gefertigt und nur an Porsche_Diesel geliefert. Im Maßstab von 1:20 hat es die Maße : 13cm x 7cm x 7 cm. Vom Güldner Sprinter und MAN Modell wurden Vorderreifen und Felgen und Lenkrad übernommen. Die Hinterradfelgen und Reifen mit dem Continental Schriftzug sind neu. Die klappbare Motorhaube gestattet einen Blick auf die Frontgewichte und den Tank.






  • Hallo Admin,

    habe gerade ein Foto meines PC- Bildschirmes gemacht. Darf ich das folgende Foto hochladen ?

    Hallo Klaus,


    vielen Dank das Du nachfragst. Es ist tatsächlich so, dass abfotografierte Bilder, Texte usw., dem Urheberrecht unterliegen. Anbei mal eine kleine Aufstellung.


    Zu den kritischen Dateien und Dokumenten zählen unteranderem die Vervielfältigungen von:

    • Kpl. Dokumente wie Ersatzteillisten, Werkstatthandbücher, Bedienungsanleitungen, Zeitschriften, Broschüren, usw.
    • Abfotografierte, gescannte oder mit einem Programm ausgeschnittene Teile der genannten Dokumente
    • Bilder/Fotos/Dateien aus dem Internet, an denen ihr nicht das Urheberrecht besitzt. Dazu zählen auch Bilder von z.B. Landmaschinen, usw.


    Wir haben das vor einiger Zeit mal im Forum Traktorhof behandelt. Siehe hier.

    Ich werde hier im Forum zu gegebener Zeit eine ähnliche Info erstellen und für euch zugänglich machen.


    Mit besten Grüßen

    Timo

  • Hallo Forum,

    in diesem Beitrag möchte ich euch das Modell des Unimog 411 vorstellen. Zuerst zum Vorbild:



    Der Unimog 30 Baumuster 411 ist die verbesserte Ausführung des Ur-Unimogs Baumuster 401. Er besaß den 30 PS OM 636 Dieselmotor mit 4 Zyl und 1767 ccm.

    Dieser Motor stammt aus dem 170 d PKW.

    Der 411 wurde von 1956 bis 1974 ca. 40 0000 mal in verschiedenen Ausführungen gebaut. Ab 1959 als Unimog 32 mit 32 PS und 1964 als Unimog 34 mit 34 PS. Ab 1961 gab es ihn mit Stahlpritsche ( Bild 2) und ab 1963 wurden die hinteren Kotflügel schwarz lackiert. So sollten die Unimogs auf Bild 1 + 2 aufgrund der schwarzen hinteren Kotflügel nach 1963 gebaut worden sein.

    Anfangs kostete der U411 als Cabrio in der Grundausführung 12 500 DM und 1965 15 300 DM. Das Verdeck und das Hardtop kosten ebenso Aufpreis wie eine Dreipunkthydraulik.

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