Finanzierung Modelle

  • Moin zusammen,

    mich beschäftigt seid einiger Zeit die Frage, wie Sammler hier oder in anderen Foren ihre Modelle finanzieren, gerade im Hinblick auf immer höhere Lebenshaltungskosten, aktuell sehr hohe Spritpreise und Explosionsartige Preissteigerungen bei den Modellen selbst! Neuheiten sind fast nur noch dreistellig vorm Komma zu haben ||.

    Ich persönlich kaufe nur noch ganz selten was, und wenn, dann gebraucht oder Neu bei den Schnäppchen von der Drogerie M....r. Auch habe ich den Eindruck, das Sammler/ Käufer immer weniger werden, oder täuscht das? :/

    Gruß aus Ostfriesland,

    Theo

  • Moin Theo,

    gerade im Hinblick auf viele steigende Kosten, wohin man schaut, versuche ich auch dieses Jahr, meine Käufe zu reduzieren. Generell kaufe ich mir auch, was mir gefällt, aber ich habe mein Portfolio reduziert: Nur noch Schlepper bis 500 PS, vornehmlich Youngtimer. Ansonsten nur Anhänger und Pressen. Also seit Jahren schon keine Drescher und andere Selbstfahrer mehr. Eigentlich keine Anbaugeräte mehr, schon gar keine für die Dreipunktaufnahme. Zudem sammle ich jetzt seit 35 Jahren. Da sind keine Altwünsche mehr offen. Was die Preise betrifft, zahle ich über 100 Euro nur für Fendt. Ausnahmen gibt es natürlich immer, wie z.B die vier großen CNHs, die mir sehr gut gefallen. Aber generell sind 100 Euro bei mir die Schallmauer. Ich glaube, dass man heute einfach nicht mehr wie in den 90er/2000er Jahren alles kaufen kann. Zum einen hat sich die Anzahl der Hersteller vervielfältigt und auch die Menge an Modellen hat im Gegensatz zu damals vehement zugenommen. Ohne einen gewissen Schwerpunkt geht man heute pleite.

    Was die Anzahl der Sammler angeht habe ich den Eindruck, dass doch viele andere Medien bevorzugen. Aber generell sehe ich das auch so wie Du. Man müsste die Admins mal fragen, wieviele User sich im letzten Jahr angemeldet haben. Ich vermisse viele User aus den letzten Jahren. Bin seit 2009 hier im Forum.

    Viele Grüße an die Küste!

    Ralf

  • Moin Theo

    Ich kaufe mir auch nicht mehr Alles . Das Modell muß mir schon gefallen . Bei den Spritpreisen

    fahre ich jetzt wieder mit dem Roller zur Arbeit . Gestern mal wieder getankt 10 Euro reichen noch .

    Gab nur wenniger Geld zurück . Und so ein Besuch auf einer Messe/Börse ist doch wie Urlaub .

    Mit freundlichem Gruß Michael

    Hanomag immer ein Scharr mehr !

  • Sehr sehr gutes Thema.

    Ich kaufe generell weniger und spezieller. Habe mir ein Limit gesetzt was ich in welchem Zeitraum ausgebe fürs Hobby und das ist bei weitem nicht mehr das, was ich bis vor ein paar Jahren ausgegeben habe.

    Viele Grüße Thomas

  • Ich kaufe ausschließlich im Angebot und das bei Händlern aus ganz Europa. Ich warte bei Neuheiten auch immer bis das Jahr rum ist und entscheide dann was zu mir kommt. Man muss auch nicht immer alles kaufen was raus kommt. Mein Vorteil bzw. Nachteil ist auch das der Platz natürlich immer weniger wird und ich die nächsten Jahre auch noch was kaufen möchte. Ausnahmen gibt es natürlich bei limitierten Modellen, da muss man dann zuschlagen wenn man es haben will. Obwohl ich da nicht so der Freund von bin, weil man es grundsätzlich falsch macht. Kauft man sofort bekommt man es in einem Jahr immer noch. Wartet man ist es sofort ausverkauft.😂 Der aktuelle MB Trac 1100 ist wieder so ein Fall, den habe ich vorsichtsalber schonmal geordert.

    Gruß Sven ✌️

  • Hallo zusammen.

    Ich werde in Zukunft nur noch Anhänger und Anbaugeräte kaufen. Aber auch nicht alle . Nur noch das was passt und mir gefällt. Anhänger gibt es auch nur als Einachser oder Tandem. Dreiachser sind zu groß und zu teuer.

    Neue Schlepper Modelle gibt es nur kleine Modelle. Ich sage mal so bis ca 200 PS . Ehr kleiner .

    Auch schon wegen dem Platzproblem. Ich kaufe auch gerne mal was als B Ware oder eben im Angebot.

    Grüße Martin

    M.f.G Martin :)

  • Ausnahmen gibt es natürlich bei limitierten Modellen, da muss man dann zuschlagen wenn man es haben will. Obwohl ich da nicht so der Freund von bin, weil man es grundsätzlich falsch macht. Kauft man sofort bekommt man es in einem Jahr immer noch. Wartet man ist es sofort ausverkauft.😂

    Oder es tut sich Monate lang nichts.

    Ich bin ja immer noch heiß auf den Claas Carat. Aber der will und will einfach nicht günstiger werden! :(:(

    Gruß,

    Christian

  • Hallo

    Ich bin ja immer noch heiß auf den Claas Carat. Aber der will und will einfach nicht günstiger werden! :( :(

    Tja Christian, ich befürchte da musst Du in den berühmten sauren Apfel beissen <X , habe ich übrigens auch gemacht. ^^

    Ich trete was die Anschaffung neuer Modelle angeht ebenfalls stark auf die Bremse: der Platz ist das eine, die hohen Preise das andere. Und dann mache ich mir nach wie vor Gedanken, was mit meiner Sammlung später passieren wird. :/

    Ich handhabe es ähnlich wie Martin und konzentriere mich vermehrt auf Anhänger und Anbaugeräte. :thumbup:Trotzdem werden es in Zukunft auch weitere Traktoren in die Sammlung schaffen. "Heisse" Kandidaten sind aktuell der STEYR 6200 Impuls CVT und eine der DEUTZ-FAHR 6150.4 TTV-Versionen, alle von UH.

    Wenn mir was gefällt, dann kaufe ich mir das einfach. Preis ist dann egal.

    Geht mir genauso. Ich habe vergangene Woche in UK den alten einachsigen Pferdetransport-Anhänger von BRITAINS mit OVP gekauft, was ich dafür bezahlt habe behalte ich besser für mich. ;( ^^ ;)

    Gruss Polä

  • Moin zusammen,

    Erstmal vielen Dank für die Antworten. Eure Ansichten und Meinungen decken sich ja doch teilweise mit meiner. Jeder legt die Prioritäten für sich selbst anders aus. Allgemein sitzt aber anscheinend das Geld nicht mehr so locker. Wenn ich zb. auf Kleinanzeigen schau, wo ich viele Modelle unter Beobachtung habe, werden sie teilweise nach Wochen/ Monaten nicht verkauft oder erst, nachdem der Preis ordentlich gesenkt wurde. Bin gespannt, ob hier noch welche ihre Ansichten zum Thema Finanzierung teilen.

    Gruß aus Ostfriesland,

    Theo

  • Moin zusammen,

    teilweise sind die Preise in den letzten Jahren wirklich immens angestiegen.

    Zwei Beispiele:

    Ich habe gerade mal in meinen Übersichten geschaut, was der Weise MB-trac 1000 in silberdistel 2016 gekostet hat. Da habe ich 59,90 Euro bezahlt. Und Weise Modelle gibt es so gut wie gar nicht preisreduziert. Das war der normale Preis. Den habe ich seinerzeit bei Modelle-Spielwaren von Jango gekauft.

    Heute soll das gleiche Modell als Typ 1100 99,90 Euro kosten. Das sind 40 Euro mehr. Die einzige Änderung ist die Typenänderung von 1000 auf 1100. Oder der 1100er mit Pflegebereifung in silberdistel. Der hat 2011 54,90 Euro gekostet. Heute soll er 109,90 Euro kosten. Die einzige Änderung ist die Lackierung vom silberdistel- zum normalen grün. Das ist ein Unterschied von 55 Euro. Die neue Version ist damit mehr als doppelt so teuer.

    Betrachtet man die Modelle selbst, ist eigentlich kein Cent mehr berechtigt, da nur eine vorhandene Form mit variierter Lackierung, Bereifung und Typenbezeichnung genutzt wurde. All das war vorhanden und musste nicht neu entwickelt und produziert werden.

    Die Mehrkosten basieren also nur auf den gestiegenen Materialkosten und den ganzen Kosten rundherum wie Löhne, Fracht, Zölle, Steuern etc.. Und man benennt die Modell mal kurz als Limited Edition (1000 Stück), was aber Schwachsinn ist, da die neu aufgelegten Fendt Modelle unlimitiert sind und in der gleichen Preislage liegen (99,90 Euro). Das ist insofern nur ein Marketing Trick.

    Das ist echt ein Wahnsinn!

    Früher hätte ich die beiden Weise Modelle, die jetzt neu herauskommen, sofort bestellt. Heute muss ich mir dreimal überlegen, ob ich die 209 Euro ausgebe, denn hier geht es letztendlich nur um Modellvarianten. Ein Entscheidung steht noch nicht fest.

    Die beiden Modelle sind nur ein Beispiel dafür, wie ich meine Sammlung zukünftig erweitern werde.

    Vieler Grüße

    Ralf

  • Servus Forum

    Ich muß mich nocheinmal melden den ich meine hier wird auf sehr hohen level geyammert

    den wenn ich sehe was hier im Forum an neuen und preislich sehr hohen Modellen vorgestellt wird kann

    es garnicht so schlimm sein

    Ich für meine Person bin eher der Modellbauer als der Sammler so das ich immer ein Modell finde was ich umbauen kann

    und so immer ein Modell in der Vitrine habe das nicht jeder hat siehe SIKU zwei Seitenkipper

    in diesem Sinne viel Spaß bei unserem Hobby

    Mfg Roland;)

  • Die Mehrkosten basieren also nur auf den gestiegenen Materialkosten und den ganzen Kosten rundherum wie Löhne, Fracht, Zölle, Steuern etc..

    Die Frachtkosten sind übrigens wieder MASSIV gesunken. Derzeit kostet ein 20 Fuß Container von China nach Deutschland etwa 1.500$. Zu Hochzeiten hat er 15.000$ gekostet.

    Das Problem ist einfach das der Kunde es zahlt. Ich hab ja immer davor gewarnt das die Hersteller sehen was ihre Agritechnica Sondermodelle bei ebay bringen und ihre Preise entsprechend anpassen. Und genau das ist passiert.

    Das mit den Limitierungen find ich teilweise auch lustig. "Limitiert" auf 5.000 Stück... 🤣🤣 Bei manchen Modellen haben die Probleme 500 Stück zu verkaufen.

    Gruß,

    Christian

  • Was hier oft vergessen wird, ist die nackte Mathematik hinter der Inflation und den globalen Kosten.

    Nur weil ein Modell vor 10 Jahren 60 € gekostet hat, heißt das nicht, dass 60 € heute noch den gleichen Wert haben. Rechnet man allein die deutsche Standard-Inflation drauf, landen wir rein rechnerisch schon bei ca. 80 €. Aber das ist nur die halbe Wahrheit.

    Wir dürfen nicht vergessen, dass diese Modelle fast ausschließlich in China produziert werden. Dort haben sich die Rahmenbedingungen seit 2016 massiv verändert:

    • Lohnkosten in China: Die Löhne in der chinesischen Fertigung sind weitaus stärker gestiegen als bei uns.
    • Logistik & Energie: Die Containerpreise und Transportkosten nach Europa liegen heute (trotz Entspannung nach Corona) deutlich über dem Niveau von 2016.

      Man darf die Zuschläge für die Container nicht vergessen die noch dazu kommen.

    • Wechselkurse: Wir zahlen in Euro, aber die Produktion wird meist in USD abgerechnet. Der schwächere Euro macht den Import zusätzlich teurer.

    Wenn man dann noch steigende Lizenzgebühren der Original-Hersteller (wie Mercedes oder Fendt) bedenkt sind die 99 € zwar schmerzhaft, aber leider betriebswirtschaftlich meist relativ gut nachvollziehbar.

    Andererseits hat sich auch oftmals die Qualität und Detailierung insgesamt massiv verbessert über die Jahre.

    Am Ende bleibt es natürlich ein Hobby: Kauft, was euch gefällt und was ins Budget passt. Ein Gutes hat das Ganze ja: In der Regel sind die Modelle wertstabil oder steigen sogar im Wert, wenn sie erst einmal vergriffen sind.

  • Deinen letzten Satz kann ich leider nicht nachvollziehen. Klar, es ist ein Hobby. Aber wenn ich ein Hobby betreibe, ist Wertstabilität für mich kein Kriterium. Ein Hobby betreibe ich, um mir eine Freude zu bereiten. Ich habe mir noch nie ein Modell unter dem Gesichtspunkt seines Wertes gekauft. Generell, abgesehen von Modellen aus meiner Anfangszeit und einigen Fehlkäufen, habe ich so gut wie kein Modell wieder verkauft. Die Originalverpackungen werden bei mir sofort entsorgt, da die Modelle in Vitrinen stehen und die Verpackungen für mich nur Ballast sind. Und wenn mein Sohn meine fast 2000 Modelle später in einem Container entsorgt, ist mir das auch egal. Ich habe dann zu Lebzeiten Freude an ihnen gehabt. Die Nachwelt interessiert mich nicht.

    Deine ganzen Argumente sind ja alle gut und schön und decken sich größtenteils mit meinen, doch stimme ich Christian zu, dass die Hersteller den Markt genau beobachten und ihre Preise ausreizen. Und die lassen sich dann nur noch teilweise betriebswirtschaftlich begründen. Da kommt dann das Thema Angebot und Nachfrage ins Spiel, natürlich ebenfalls eine betriebswirtschaftliche Komponente. Ich bin fest der Überzeugung, dass die Modelle auch preiswerter anbietbar sind. Aber Mathematik kann man ja sowieso hinbiegen wie man will. Das habe ich im Rahmen meines Studiums gelernt.

    Ich bin gespannt, wie weit die Hersteller dieses Spielchen noch treiben und wie lange es noch Sammler gibt, die da mitmachen. Leider gehöre ich teilweise auch dazu. Aber auch als absoluter Fendt Fan habe ich die Agrarfox Fendt Farmer Modelle für 180 Euro nicht gekauft. Da hört dann der Spaß doch auf, Detaillierung und Limitierung hin oder her.

    Jeder muss halt wissen, welches Budget er für dieses Hobby noch einplant.

    Viele Grüße

    Ralf

  • Da hast du natürlich recht das es durchaus auch Modelle gibt die preislich schon sehr hoch angesetzt sind.

    Der Vorteil ist es gibt viele Händler und keiner muss es direkt kaufen.

    Gerade Modelle die jetzt keine besondere Limitierung haben laufen einem nicht davon und solange es nicht bei mehreren Händlern ausverkauft ist verpasst man auch nichts.

    Man sieht ja das man im Sale die Modelle dann teilweise mit bis zu 50% Rabatt bekommt.

    Aber das muss man halt abwarten können und wollen.

    Mein Beispiel war jetzt darauf bezogen das was früher mal 60 Euro gekostet hat das halt heute nachvollziehbar nicht mehr tut 😉

  • Ich bin gespannt, wie weit die Hersteller dieses Spielchen noch treiben und wie lange es noch Sammler gibt, die da mitmachen.

    Ralf


    Wie wars denn bei der letzten Agri?

    Haben die Leute da immer noch Sackkarrenweise die Modelle rausgeschlept um sie dann zu horrenden Preisen bei ebay zu verhökern?

    Wenn auf der Agri der Absatz deutlich zurück geht, dann merken die Hersteller das langsam das Limit erreicht ist. Die Frage wird sein wie sie darauf reagieren. Preise senken, wohl eher nicht. Ob die Originalhersteller bereit sind bei den Lizenzgebühren etwas nach zu lassen? Auch das glaube ich eher nicht. Vermutlich werden die Preise weiter steigen. Nur die Zahl der Modelle wird weniger werden. Die Top-Modelle von Fendt und Johne Deere werden sich wohl auch weiterhin gut verkaufen lassen. Irgendwann kommt dann der große Knall, und dann...Ich glaub das will ich derzeit gar nicht wissen. ;)

    Gruß,

    Christian

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